Projekte von Sandra Schürmann

»Joachim und Suzanne Lackner - Überleben im Exil«

(Leitung Ausstellungsdidaktik) Ausstellung in den Universitätsbibliotheken Hamburg (21. September bis 8. November 2011) und Augsburg (23. November 2011 bis 14. Januar 2012)

Im Rahmen des Praxisseminars »Joachim und Suzanne Lackner - ÜberLeben im Exil« erschlossen Studierende der Geschichts- und Literaturwissenschaft der Universitäten Augsburg und Hamburg den von der Hamburger Walter A. Berendsohn-Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur angekauften Nachlass von Joachim und Suzanne Lackner. Ziel des Seminars war es, die Einzigartigkeit der Lebensgeschichte des vor den Nationalsozialisten aus Deutschland ins Exil geflohenen Paares herauszuarbeiten und zugleich die Beispielhaftigkeit des Schicksals der Lackners aufzuzeigen. Den historischen Dokumenten wurden dazu literarische Texte zur Seite gestellt, die ähnliche Erfahrungen aus der Zeit des Exils beschreiben.

Die Ausstellung wurde im Laufe des Sommersemesters 2011 erarbeitet, zunächst in parallel verlaufenden Seminaren in beiden Städten, später in kleineren Arbeitsgruppen. Die Tafeln und Exponate, die in dieser Ausstellung zu sehen sind, dokumentieren das Ergebnis dieses gemeinschaftlichen Arbeitsprozesses.


»Werbewelten made in Hamburg. 100 Jahre Reemtsma«

(Redaktion) Katalog zur Sonderausstellung im Museum der Arbeit vom 10. September 2010 bis 20. März 2011

Stefan Rahner/Museum der Arbeit (Hg.), Werbewelten made in Hamburg. 100 Jahre Reemtsma, 208 Seiten mit 420 Farb- und s/w-Abb, Hardcover, 21 x 27 cm, 24,90 Euro, ISBN 978-3-88506-469-5, erschienen im Junius Verlag, Hamburg 2010

1923 verlagert Bernhard Reemtsma seine dreizehn Jahre zuvor erworbene Zigarettenfabrik von Erfurt nach Altona-Bahrenfeld. Es folgte eine beispiellose Expansion auf dem deutschen Zigarettenmarkt - nicht zuletzt, weil Reemtsma zu einem Pionier des Marketings und der Markenwerbung wurde. Was in unserer heutigen Produkt- und Konsumlandschaft selbstverständlich ist, war damals der Schlüssel zum Erfolg - ein Massenprodukt wird zur Marke aufgebaut und gezielt beworben. Ob Wikinger-Motive, exotische Orientbilder aus 1001 Nacht oder &raqu;Der Duft der grossen weiten Welt&laqu;, das Unternehmen schuf erfolgreich rund um seine Marken Werbewelten, die gesellschaftliche Veränderungen spiegeln und bis heute im kollektiven Bildgedächtnis gespeichert sind.


Wohlgefühl und Konsum im 20. Jahrhundert (Arbeitstitel)

Welche Vorstellung von »Wohlgefühl« und welche Selbstverständnisse waren im zwanzigsten Jahrhundert mit dem Konsum von Zigaretten, Spirituosen und Gesundheitsmitteln verbunden?

Das Forschungpsrojekt soll untersuchen, wie in der Werbung die positive Wirkung von Genuss- oder Gesundheitsmitteln - umschrieben als »Erfrischung«, »Erquickung«, »Belebung«, »Genuss«, »Wohlbefinden«, »Entspannung« oder »Behagen« - kommuniziert wurde. Gefragt werden soll nach den konkreten Inhalten dieses »Wohlgefühls«, nach den Deutungen des Konsums entsprechender Produkte und nach den damit verbundenen Selbstverständnissen.


»Multiple City - Stadtkonzepte 1908-2008 // Hamburg«

Sonderausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, 15. Juli bis 15. November 2009

Von der Gartenstadt-Idee zur »Urban Landscape«, vom Ideal der mobilen Stadt bis zur digitalen »Telepolis«, von der funktionalen zur fragmentierten Stadt, von der globalen »Pleasure City« zur Stadt als Markenzeichen: Es gab und gibt weder die eine Erscheinungsform noch die eine Strategie im Umgang mit der modernen Stadt.

Die Ausstellung »Multiple City - Stadtkonzepte 1908-2008« des Architekturmuseums der TU München dokumentiert diese Vielfalt mit historischen und aktuellen Beispielen aus aller Welt. Davon ausgehend lädt das Museum für Hamburgische Geschichte dazu ein, die Entwicklung Hamburgs in den letzten 100 Jahren zu erforschen und bietet historisches wie aktuelles Material zu Themen, die Bewohner und Stadtplaner vor Ort bewegen: Stadtlandschafts-Entwürfe und Grünflächenplanungen, die (Wieder-)Entdeckung des Zentrums und seiner Milieus, der Wandel städtischer Identitäten und der Umgang mit der Bautradition, neue und alte Konsumwelten sowie Hamburgs Leben am und mit dem (Hoch-)Wasser.


»Werbebilder, Produktpolitik und Unternehmenskommunikation der Reemtsma Cigarettenfabriken 1920-1960«

Forschungsprojekt am Museum der Arbeit

Von Hamburg-Bahrenfeld aus kontrollierten die Reemtsma Cigarettenfabriken in den zwanziger und dreißiger Jahren den Zigarettenmarkt in Deutschland, und auch nach dem Zweiten Weltkrieg konnten sie schnell wieder eine dominante Stellung aufbauen. Daran hatten Werbe- und Kommunikationsstrategien großen Anteil: Philipp F. Reemtsma sorgte für die professionelle Darstellung nach innen und außen, die Werbeabteilung entwickelte zahlreiche Kampagnen für Marken wie »R 6«, »Ernte 23« und »Peter Stuyvesant«, die für die deutsche Werbeindustrie stilprägend wurden.

In diesem Forschungsprojekt wurden die Werbe- und Kommunikationsstrategien des Unternehmens während der Inhaberschaft der Brüder Hermann F. und Philipp F. Reemtsma untersucht: Werbebilder, Produktwelten und Bilder des Unternehmens, das Echo gesellschaftlicher und ökonomischer Rahmenbedingungen sowie die Strategien der Verantwortlichen und ihr Selbstverständnis.

Als Quellenbasis diente vor allem das Werbemittelarchiv der Reemtsma Cigarettenfabriken, das im Jahr 2004 vom Museum der Arbeit übernommen wurde. Es enthält die fast vollständige Überlieferung der zwischen 1910 und 2002 produzierten Werbemittel und Selbstdarstellungen, dazu Dokumente zur Markengeschichte und zur Arbeit der Werbeabteilung. Eine Auswahl wird vom Museum der Arbeit in einer Online-Datenbank zur Verfügung gestellt.


VHS-Kurs »Handel und Reisen«

Oktober 2008

»Kolonialwaren« wie Kaffee und Kakao, Schiffe und Seeleute aus aller Welt, die eigene Entdeckungsreise durch das "Tor zur Welt" - Hamburgs Geschichte und die Faszination der Hansestadt sind untrennbar mit der Geschichte von Handel und Reisen verbunden. Der Kurs nähert sich dieser Geschichte Hamburgs an verschiedenen Orten und mit unterschiedlichen Schwerpunkten - von der Arbeit im Handelskontor und in der Speicherstadt zum den modernen Welthandel und den Anfänge des Tourismus. Eine Kooperation der Hamburger Volkshochschule mit dem Museum der Arbeit.


Lehrveraufträge

Universität Lüneburg Sozial- und Kulturgeschichte (seit SoSe 2007) und Universität Hamburg (WS 2006/07, SoSe 2006)

»Geschichte für die Öffentlichkeit / Erwachsenenbildung«

Die öffentliche Vermittlung historischer Inhalte, die u.a. in Form von Kursen der Erwachsenenbildung, Stadtrundgängen und Führungen im Museum stattfindet ist ein attraktives Berufsfeld für Studierende der Geschichte. Nach den einleitenden Sitzungen und Berichten aus der Praxis werden ausgewählte Institutionen vorgestellt.

»Werbung im 20. Jahrhundert«

Werbung prägt Medien und öffentlichen Raum; Bilder und Sprüche erreichen Kultstatus oder stehen stellvertretend für eine Epoche. In diesem Seminar wird die historische Dimension der Werbung untersucht, d.h. insbesondere das Zusammenspiel von Werbe- und Gesellschaftsbildern bestimmter Epochen sowie die Entwicklung der Werbewirtschaft.

»Geschichte, Geschichtsbilder und Berufspraxis im Museum«

Wie vermitteln Museen historische Zusammenhänge - d.h. wie werden die Erkenntnisse von Historikerinnen und Historikern angewandt, in Form gebracht, der Öffentlichkeit präsentiert? In den einleitenden Sitzungen werden grundsätzliche Fragen nach Geschichtsbildern und -erzählungen, Darstellungsformen, Museumsobjekten sowie Funktionen des Museums diskutiert, um sie anschließend auf drei Exkursionen zu vertiefen.

»Kulturgeschichte der modernen Stadt«

Seit dem Jahr 2006 leben mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, und spätestens seit dem 19. Jahrhundert entstand in Städten jene Lebensweise, die wir heute als die moderne europäische kennen. Die Stadt- und Urbanisierungsgeschichte untersucht die vielfältigen Aspekte dieser Entwicklung. In dem Seminar werden u.a. die Geschichte der Urbanisierung in Europa und außerhalb, die Bedeutung von Identitäten und Grenzen im städtischen Raum, individuelle Aneignung und kollektive Geschichtsbilder sowie die Rolle von Architektur und Stadtplanung diskutiert.

»Quellen und Methoden zur Kulturgeschichte der Stadt«

Der Umgang mit Quellen gehört zu den Basisqualifikationen von Historikerinnen und Historikern. Am Beispiel der Urbanisierungsgeschichte werden in diesem Seminar die Erschließung und Analyse von (schriftlichen, bildlichen, Oral History- und anderen) Quellen, die Entwicklung von Fragestellungen und ihre Bearbeitung vor dem Hintergrund kulturhistorischer Ansätze eingeübt.


Konzeption Historisches Informationssystem HafenCity

für das Museum der Arbeit im Auftrag der HafenCity GmbH

Wo heute die HafenCity entsteht, hinterließ die Geschichte ihre Spuren: Der Grasbrook war Weidewiese, Hinrichtungsstätte, Handwerkerviertel, Verkehrsknotenpunkt, der Ursprung des modernen Hamburger Hafens. Heute gibt es dort Reste der Hafenarchitektur und -topographie ebenso wie Erinnerungen an den zerstörten Kaiserspeicher oder das Heringskühlhaus, an den Hafenarbeiterstreik und die Deportationen von Sinti und Roma während der NS-Zeit. Kurz: Die HafenCity ist ein Ballungsraum von Gedächtnisorten.

Das Informationssystem soll es Bewohnerinnen und Besuchern, Touristen und Interessierten ermöglichen, die Relikte und Signaturen zu lesen - in Bilder und Informationen ebenso wie mit akustischen Eindrücken.


Historische Kontexte der HafenCity / Überseequartierentwicklung

Mitarbeit an einer Studie des Museums der Arbeit, Jan Haack im Auftrag der HafenCity GmbH, Juni 2006

Für das Überseequartier in der HafenCity wurden die historischen Bezüge des Ortes ermittelt und daraus Ideen für Nutzungs-, Gestaltungs- und Marketingkonzepte entwickelt. Die Charakterisierungen, Sinnbilder und Begriffsbündelungen dienten als Empfehlungen, wie dem neuen Viertel durch gezielte Angebote an Einzelhandel, Gastronomie oder Kultureinrichtungen ein eigener Charakter zu verliehen werden könnte.


Stadt Natur. Unterwegs in Hamburger Landschaften

Sonderausstellung im Museum der Arbeit

18. März bis 28. August 2005, im Rahmen des wissenschaftlichen Volontariats am Museum der Arbeit.

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